Mit welcher Begleitpost senden Sie Ihre Kreditunterlagen zur Bank?

„Meine Bank und meine Sparkassen haben immer so viele Fragen zu meinem Jahresabschluss und zum Teil auch zu den vierteljährlich übersandten BWAs. Die sollten die Zahlen doch lesen können!“ Diese Unternehmer-Aussage in einem Beratungsgespräch kürzlich überschätzt die Bankmitarbeiter/innen und unterschätzt sie zugleich:

  • Überschätzt: Geschäftsmodelle von Unternehmen sind heute so vielfältig, dass sich natürlich Fragen ergeben – zumal viele Unternehmen ihr Geschäftsmodell in ihren Zahlen kaum oder gar nicht abbilden (zum Beispiel Sparten, Kundenstrukturen, . . .)
  • Unterschätzt: Erfahrene Bankmitarbeiter/innen haben nicht nur einen guten Blick sondern auch ein gutes Bauchgefühl und sehen und erspüren sehr schnell, wo es sich lohnt nachzufragen – und das natürlich unter Risikogesichtspunkten.

Wie damit umgehen: Senden Sie Ihre Zahlen nur noch mit „Begleitmusik“ an die Bank. Also fügen Sie stichwortartige Erläuterungen zu den wichtigsten Entwicklungen aus Ihrer Sicht bei:

  • Benennen Sie die Stärken und die positiven Entwicklungen und Perspektiven
  • Sprechen Sie auch die nicht so guten Zahlen an und erläutern Sie, mit welchen Aktivitäten Sie diese verbessern werden

Das geht nicht ganz ohne Arbeit. Aber die Gedanken dazu haben Sie sich im Rahmen Ihrer Unternehmenssteuerung bei Betrachtung der Zahlen ohnehin schon gemacht. Ich nenne das, die „Deutungshoheit“ erhalten.

Bei Interesse mehr dazu im Kapitel 7 meines Buches: „Typische Kreditunterlagen – behalten Sie die Deutungshoheit“